ÖTTV-Team schreibt bei Mixed-Team-Premiere Geschichte

Mit einem 8:7-Erfolg gegen Polen feierte das österreichische Tischtennis-Nationalteam in Wiener Neudorf nicht nur einen sportlichen Triumph, sondern auch eine historische Premiere: Erstmals wurde das neue Mixed-Team-Format – das 2028 in Los Angeles olympisch debütiert – auf europäischem Boden gespielt. Und Österreich überzeugte auf ganzer Linie.

„Wir haben mit diesem Erfolg bei der Mixed-Team-Premiere ein kleines Stück Geschichte geschrieben. Das 8:7 lässt uns weiter von Olympia in Los Angeles träumen“, freute sich Matchwinner Maciej Kolodziejczyk. Der 25-Jährige war maßgeblich am Sieg beteiligt – sowohl im Mixed-Doppel an der Seite von Karoline Mischek als auch im abschließenden Herren-Doppel mit Liu Zhenlong.

Auch Karoline Mischek konnte zwei Siege verbuchen. Gemeinsam mit Nina Skerbinz legte sie mit einem 2:1-Erfolg gegen Zuzanna Wielgos und Natalia Bajor den Grundstein für das Comeback. Nach einem dramatischen ersten Satz – in dem Mischek/Skerbinz drei Satzbälle abwehren und zwei eigene ungenutzt lassen mussten – lag Österreich bereits mit 3:7 im Hintertreffen. Doch das neu formierte Duo kämpfte sich zurück, gewann die Partie noch mit 2:1 und hielt damit die Chancen am Leben. „Ich habe in beiden Doppel-Matches mit jeweils neuen Partnern gespielt und beide gewonnen. Mit Nina probierten wir unterschiedliche Varianten – entscheidend war, dass sie mir oft die perfekte Vorlage geliefert hat, um mit der Vorhand zu punkten“, erklärte Mischek.


Feiernde Tischtennis-Mannschaft in roten und schwarzen Trikots zeigt Freude und Teamgeist nach dem Sieg.

Den emotionalen Höhepunkt lieferte schließlich das Herren-Doppel. Liu Zhenlong und Maciej Kolodziejczyk standen gegen Mateusz Zalewski und Milosz Redzimski mit dem Rücken zur Wand – doch sie lieferten ab. Nach zwei souveränen Satzgewinnen zum 7:7-Ausgleich geriet das ÖTTV-Duo im Entscheidungssatz mit 2:5 ins Hintertreffen. Doch erneut bewiesen die Österreicher Nervenstärke, drehten die Partie und sicherten sich mit 11:9 den vielumjubelten Gesamtsieg.

Schon zum Auftakt des Abends hatten Mischek und Kolodziejczyk im Mixed-Doppel gegen Wielgos/Kulczyczki mit 2:1 gewonnen. „Die Atmosphäre in meiner Heimhalle in Wiener Neudorf – und dann noch gegen Polen – war etwas ganz Besonderes“, sagte Kolodziejczyk. „Wir sind gut ins Match gestartet, obwohl wir zum ersten Mal zusammengespielt haben. Im dritten Satz waren Karo’s Aufschläge entscheidend, sie haben mir viele gute Angriffsmöglichkeiten eröffnet.“

Nicht alle Einzel verliefen nach Wunsch. Nina Skerbinz, die die verletzte Europameisterin Sofia Polcanova ersetzte, unterlag der EM-Dritten Natalia Bajor mit 0:3 – im zweiten Satz vergab sie jedoch einen Satzball. Auch Routinier Daniel Habesohn musste sich Milosz Redzimski mit 1:2 geschlagen geben. „Im ersten Satz habe ich das Spiel zu wenig geöffnet. Danach habe ich neue Aufschläge ausprobiert und zumindest einen Satz geholt – der war im Gesamtresultat noch wichtig“, so der Wiener.

ÖTTV-Präsident Wolfgang Gotschke zeigte sich nach dem historischen Abend begeistert: „Die Freude ist riesengroß. Auch das Format finde ich hervorragend – es ist spannend, abwechslungsreich und zeigt die Stärke unserer Doppel. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass Österreich eine Doppel-Nation ist.“

Das Rückspiel gegen Polen findet am 16. Dezember auswärts statt.


Mixed-Team-Premiere in Wiener Neudorf:

Österreich – Polen 8:7

  • Mischek/Kolodziejczyk – Wielgos/Kulczyczki 2:1 (11:3, 9:11, 11:6)
  • Skerbinz – Bajor 0:3 (8:11, 10:12, 8:11)
  • Habesohn – Redzimski 1:2 (10:12, 5:11, 11:5)
  • Mischek/Skerbinz – Wielgos/Bajor 2:1 (13:15, 11:4, 11:6)
  • Liu/Kolodziejczyk – Zalewski/Redzimski 3:0 (11:7, 12:10, 11:9)

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