ÖTTV stellt Weichen neu: Dobrounig und Sporrer führen Verband in die Zukunft
Nach Wochen der Unruhe setzt der Österreichische Tischtennis-Verband ein deutliches Zeichen für Aufbruch, Stabilität und Dialog. Bei der Generalversammlung im Klagenfurter Seepark wurde der Kärntner Landesverbandspräsident Hubert Dobrounig zum neuen Präsidenten des ÖTTV gewählt. Zugleich übernimmt Rudolf Sporrer das neu geschaffene Amt des stellvertretenden Präsidenten. Mit dieser Doppelspitze will der Verband nicht nur organisatorisch neu starten, sondern auch entstandene Spannungen zwischen Verband, Politik und Landesverbänden überwinden.

Die neue Führungsstruktur soll helfen, die unterschiedlichen Interessen im österreichischen Tischtennis konstruktiv zusammenzuführen und eine respektvolle, lösungsorientierte Arbeitsbasis zu schaffen.
Die Entscheidung fiel nach einer intensiven und langen Generalversammlung, die erst um 1:07 Uhr nachts beendet war. Zuvor mussten die Statuten geändert werden, um die neue Doppelspitze überhaupt möglich zu machen. Dobrounig setzte sich bei der Präsidentenwahl mit 23:17 Stimmen gegen Rudolf Sporrer durch. Sporrer wiederum erhielt für das Amt des stellvertretenden Präsidenten eine klare Mehrheit von 29:11 Stimmen.
| Funktion | Person | Ergebnis beziehungsweise Rolle |
| Präsident | Hubert Dobrounig | Wahl mit 23:17 Stimmen |
| Stellvertretender Präsident | Rudolf Sporrer | Wahl mit 29:11 Stimmen |
| Vizepräsident Organisation | Mathias Neuwirth | Als Generalsekretär bestätigt |
| Bundesliga-Vorsitzender | David Huber | Nachfolger von Günther Renner |
| ÖTTV-Ehrenpräsident | Manfred Müllner | Zusätzlich zum Ehrenpräsidenten gewählt |
Dobrounig steht für einen Neuanfang, der auf Dialog, Klarheit und Verbindlichkeit setzt. Als Profi im Bereich Marketing, Medien und Kommunikation bringt der 60-jährige Kärntner jene Kompetenzen mit, die gerade in einer Phase des Umbruchs von besonderer Bedeutung sind. Sein Ziel ist es, die verschiedenen Interessen im Verband nicht gegeneinander auszuspielen, sondern konstruktiv zusammenzuführen.

Rudolf Sporrer ergänzt die neue Führungsstruktur mit langjähriger Verbandserfahrung. Der 73-jährige Wiener war bereits als ÖTTV-Generalsekretär tätig und verfügt als Vorsitzender des Regel-Komitees über ausgezeichnete internationale Kontakte, insbesondere zum Weltverband ITTF. Seine Aufgabe wird es sein, Brücken zwischen den Landesverbänden zu bauen und bestehende Gräben zu schließen.
„Wir werden unsere Kompetenzbereiche aufteilen. Ich kann sicher von der Erfahrung von Sporrer profitieren“, betont Hubert Dobrounig.
Auch in weiteren Schlüsselbereichen wurden personelle Weichen gestellt. Mathias Neuwirth wurde als Vizepräsident für Organisation bestätigt. Im Bereich Finanzen sollen im beiderseitigen Einvernehmen Ausstiegsszenarien für Conrad Miller geprüft werden. Gleichzeitig kündigte Dobrounig an, die Stelle des Sportdirektors auszuschreiben, um für diesen zentralen sportlichen Bereich die bestmögliche Lösung zu finden.