Linz-AG-Froschberg krönt Saison mit Europe-Cup-Triumph
Linz AG Froschberg hat in einem dramatischen Europe-Cup-Finale Vereinsgeschichte geschrieben. Nach dem 25. Meistertitel und dem Cupsieg sicherten sich die Linzerinnen mit einem 2:1 im Golden Match gegen Cagliari erstmals auch den Europe Cup und machten damit das Triple perfekt. Britt Eerland sorgte nach 2:46 Minuten für den entscheidenden Punkt. Zuvor hatte Froschberg die 1:3-Auswärtsniederlage aus dem Final-Hinspiel auf Sardinien mit einem klaren 3:0-Heimerfolg egalisiert und damit den Weg in das Golden Match erzwungen.
Im Entscheidungsspiel entwickelte sich ein echter Tischtennis-Krimi. Suthasini Sawettabut geriet gegen Miriam Carnovale immer wieder knapp ins Hintertreffen, bewies jedoch Nervenstärke und setzte sich am Ende mit 11:9 durch. Anschließend dominierte Tania Plaian ihre Partie gegen Ivana Malobabic deutlich und glich mit einem 11:1 für Cagliari aus. Im letzten Duell behielt Britt Eerland gegen Ma Hengyu die Ruhe und fixierte mit einem 11:8 den umjubelten 2:1-Endstand.

Damit durfte die Linz AG Froschberg nach den Champions-League-Titeln 2009 und 2013 den nächsten internationalen Erfolg feiern. Klubchef Günther Renner, der bereits vom Triple geträumt hatte, stimmte unmittelbar in den Jubel ein. Auch Manager Robert Renner zeigte sich überwältigt: „Unglaublich – wie aufregend kann Tischtennis sein. Das Team hat alles gegeben und alles verdient. Nach 2013 geht ein weiterer Europa-Titel nach Linz. Das haben wir meinem Vater Günther Renner geschuldet.“ Zugleich verabschiedete der Verein Suthasini Sawettabut, die ihr Karriereende bekanntgab, sowie Trainer Josef Plachy mit einem großen Triumph.
Die Grundlage für den späteren Titelgewinn hatten die Linzerinnen zuvor mit einem souveränen 3:0-Erfolg gelegt. Sawettabut gewann zum Auftakt gegen Ma Hengyu mit 3:1, Malobabic ließ Tania Plaian beim 3:0 keine Chance, und Eerland entschied ihr Duell gegen Miriam Carnovale nach einer 2:1-Führung im Decider mit 6:2. Damit war die Hinspielniederlage wettgemacht – und der Weg frei für ein Golden Match, das Froschberg in letzter Konsequenz zur Triple-Saison führte.