Josef Plachy: Tischtennistrainer wegen Reichtum in den Ruhestand
Kurzfazit – Sommer 2026
Er wechselte 2024 als damaliger Coach der tschechischen Herren-Nationalmannschaft zu LINZ AG Froschberg und betreute dort die Bundesliga-Teams. Ende Juli 2026 berichteten Medien, dass er nach zwei Jahren in den Ruhestand gehe.

Bild Robert Renner
Die Formulierung, er gehe „wegen Reichtum in Pension“, ist als Medienbehauptung belegt, aber nicht als unabhängig bestätigte Tatsache über sein persönliches Vermögen. Die frei zugängliche Einordnung von Campus A führt den vorzeitigen Ruhestand auf einen behaupteten finanziellen Erfolg innerhalb der Familie zurück und verweist teilweise auf eine Aussage des Klubmanagers Robert Renner gegenüber der Krone. Der Artikel verwendet bei wesentlichen Angaben zugleich Formulierungen wie „dem Vernehmen nach“; weder die Familie noch der Verein hätten gegenüber dem Medium Details bestätigt.
Sorgfältige Einordnung: Es gibt öffentliche Berichte über einen angeblich durch familiären Vermögenszuwachs ermöglichten früheren Ruhestand. Eine offizielle Erklärung von Josef Plachy oder DER LINZ AG Froschberg, die das als Grund bestätigt, war in den überprüften Quellen nicht auffindbar.
| Aspekt | Öffentlich belegbarer Stand | Beurteilung |
| Person | Josef Plachy, tschechischer ehemaliger Spitzenspieler und Trainer; Olympiateilnahmen 1996 und 2000. | Durch Sportverbands- und Biografiequellen gut belegt. |
| Tätigkeit in Linz | Wechsel zu LINZ AG Froschberg ab September 2024; Betreuung der Damen- und Herren-Bundesliga-Teams. | Durch ÖTTV und ETTU belegt. |
| Ausscheiden 2026 | Die Krone schrieb am 28. Juli 2026, er gehe nach zwei Jahren bei Linz in den Ruhestand. | Im frei sichtbaren Text des Beitrags belegt; Artikelkern liegt hinter Bezahlschranke. |
| „Wegen Reichtum“ | Campus A erklärte die Schlagzeile mit einem behaupteten Aktienerfolg von Plachys Sohn und einem dadurch möglichen Vorruhestand. | Nicht unabhängig bestätigt; keine öffentliche Primärquelle gefunden. |
Hintergrund zur Trainerkarriere
Nach Angaben der European Table Tennis Union spielte Plachy rund 20 Jahre professionell, erreichte Weltranglistenplatz 64 und nahm für Tschechien an den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 und Sydney 2000 teil. Seine Trainerlaufbahn begann demnach 2008 beim Heimatverein Kladno; seit 2011 arbeitete er als Profitrainer. 2018 erwarb er die höchste Trainerlizenz an der Karls-Universität Prag.
Der Österreichische Tischtennisverband kündigte seinen Wechsel nach Linz im Juli 2024 an. Vereinsobmann Günther Renner bezeichnete ihn als Wunschtrainer; Plachy sollte ab dem 2. September 2024 die Damen- und Herren-Bundesliga-Teams trainieren.
Was die Quellen tatsächlich sagen
Die Krone veröffentlichte am 28. Juli 2026 den Artikel mit dem Titel „Tischtennis-Trainer geht wegen Reichtum in Pension“. Frei zugänglich ist die Aussage, dass Plachy nach zwei Jahren bei den Linzerinnen in den Ruhestand gehe, sowie die Einordnung als „kurioser Grund“.
Der anschließende, frei zugängliche Artikel von Campus A nennt als Erklärung einen angeblichen erfolgreichen Aktienhandel von Plachys minderjährigem Sohn und schließt daraus auf einen vorzeitigen Ruhestand des Vaters. Zugleich beschreibt der Artikel die Vermögensangaben teilweise nur als Hörensagen und hält fest, dass der Klub sowie die Familie gegenüber Campus A keine Details bestätigten.
Daraus folgt: Die Überschrift ist nicht gleichbedeutend mit dem gesicherten Nachweis, dass Josef Plachy selbst „reich geworden“ sei oder seinen Beruf definitiv aus diesem Grund beendet habe. Korrekt formuliert lautet das Ergebnis: Medien berichteten über diesen Zusammenhang; eine offizielle Bestätigung liegt in den überprüften öffentlichen Quellen nicht vor.
Quellen
Der Bericht auf campus a
Millionär vor Matura: Tischtennistrainer-Sohn wird mit Aktien reich
Emilia Tilzer Redakteurin · campus a
Gerade hatte der tschechische Tischtennistrainer Josef Plachy noch einen Job beim Linzer Froschberg, plötzlich kann er ohne Bedenken in Rente gehen. Der Grund: Sein minderjähriger Sohn hat sich an seinem Computer am Aktienhandel versucht und ist damit reich geworden.

Wenn der Schultag endet, gehen die meisten Teenager mit ihren Freunden in die Stadt, zum Sport oder entspannen zu Hause mit einer Serie. Der Sohn des tschechischen Tischtennistrainers Josef Plachy ist da anders. Er hat nebenbei eine ungewöhnliche Beschäftigung gefunden. Nach der Schule sitzt der Teenager vor dem Computer und handelt mit Aktien. Auf dem Bildschirm wächst sein Depot zwischen Kursdiagrammen und Tabellen immer weiter. Dem Vernehmen nach befindet sich sein Vermögen mittlerweile im sechsstelligen Bereich.
Trader im Gymnasium
Eigentlich ist Plachys Sohn noch zu jung, um in Aktien zu investieren. Sowohl in Österreich als auch in Tschechien dürfen junge Investoren erst mit vollendetem achtzehntem Lebensjahr ein eigenes Wertpapierdepot eröffnen und an der Börse handeln.
Dennoch beginnt der Teenager am Computer seines Vaters mit der Renditejagd. Mit großem Erfolg: Er wird nicht nur sehr reich, sondern macht sich sogar schon bei internationalen Börsengurus einen Namen, erzählte Tischtennis-Klubmanager Robert Renner gegenüber der Krone.
Frühzeitiger Ruhestand
Einen Nachteil hat der Erfolg des Teenagers allerdings auch: Sein Vater beendet nach nur zwei Jahren seine Karriere als Tischtennistrainer beim Linzer Froschberg, sehr zum Leidwesen von Renner.
Zweimal war der Profispieler Josef Plachy schon bei den Olympischen Spielen dabei. Entsprechend groß war die Begeisterung, als er im September 2024 als neuer Trainer beim Froschberg Linz startete.
Beim Eurocup-Finale Ende Mai ist der Erfolgstrainer noch beim Froschberg und feiert mit dem Team einen Triple-Gewinn, dann geht er in den Ruhestand. Dank seines Sohnes rund zehn Jahre früher als erwartet. Die Familie hat sich ein Haus in Prag gekauft und genießt in der Stadt der hundert Türme nun wahrscheinlich den neu erlangten Reichtum.
Die Familie geht nicht in die Öffentlichkeit und auch das Froschberg-Team möchte nicht auf Campus A sprechen. Über ehemalige Mitarbeiter wolle man sich öffentlich nicht mehr äußern, sagt der Clubmanager am Telefon. Auch zum Sohn möchte sich das Team nicht äußern.
Ein junger Millionär
Dem Vernehmen nach musste Plachy 025 in Tschechien 250.000 Euro Steuern nachzahlen. Daraus lässt sich eine grobe Gewinnrechnung ableiten.
In der Tschechischen Republik gibt es keine gesonderte Kapitalertragsteuer. Kapitalgewinne sind Teil der gesamten Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer und unterliegen progressiven Steuersätzen, die von der Höhe des Bruttoeinkommens abhängen, so der Wirtschaftsprüfer PwC. Das sind entweder fünfzehn oder dreiundzwanzig Prozent.
Sollte die Steuernachzahlung von 250.000 Euro ausschließlich dem Steuersatz von fünfzehn Prozent unterliegen, entspräche das rechnerisch einem steuerpflichtigen Betrag von rund 1,67 Millionen Euro. Bei 23 Prozent wären es immer noch 1,08 Millionen.